Nanotechnologie in Freiberg studieren - in Japan forschen
Shownotes
Lust bekommen auf ein Studium der Nanotechnologie? Bei uns an der TU Bergakademie Freiberg kannst du das Fach als Master oder auf Diplom studieren.
Musik: Pixabay/Alex-productions-"Looking forward" Redaktion und Moderation: Doris Wirth (Pressestelle TUBAF) Technische Realisation: Patrick Morgenstern (Medienzentrum TUBAF) Foto und Grafik: Andreas Hiekel und Max Hörügel
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00:00:01: Kleine Familie und Uni.
00:00:02: Ich freut mich an so eine
00:00:03: allzu große Uni,
00:00:04: dass man überall hinkommt mit Fahrrad und zu Fuß.
00:00:08: Das ist eine schöne kleine Stadt.
00:00:10: Auch weil es relativ günstig ist.
00:00:12: Sehr gut ausgerüstet und angenehm einfach.
00:00:14: Viele praktische Erfahrungen hier gesammelt werden.
00:00:16: Weil's
00:00:17: mir sehr guten Betreuungsschlüsse gibt?
00:00:18: Ich bin mit den meisten
00:00:19: von meinen Professoren jetzt im Masterstudium per Du.
00:00:21: Ich finde das gibt einem ein bisschen Spielraum für persönliche Belange.
00:00:25: Und weil mir das Freiberge Bock dir so gut geschmeckt
00:00:28: hat Studieren in Freiberg.
00:00:30: Freibergg mit E. Wer erfolgreich sein will, muss groß denken!
00:00:36: Das ist ein Kalenderspruch von Motivationstrainern der irgendwie immer passt.
00:00:41: Aber wer erfolgreich sein wil, muss manchmal besser kleindenken.
00:00:44: Willkommen zu Freiburg mit edem Studie-Podcast der TU Bergakademie Freiberg.
00:00:49: Unsere Gäste heute sind Anika Menzel und Karoline Petzoldt, die beiden sind in extrem kleinen Welten unterwegs.
00:00:55: Anika und Karolina studieren Nanotechnologie
00:00:58: hier an der Tubaf –
00:01:00: und erschließen sich damit ein riesiges Anwendungsfeld im Studium und später auch am Job!
00:01:05: Und die Nanotechnik hat sie schon in die große weite Welt geführt, zu einem Auslandspraktikum nach Japan.
00:01:12: Davon erzählen Sie bei Freiberg mit E.
00:01:16: Willkommen Annika und Karoline im Podcast, schön, dass ihr da seid!
00:01:20: Und ihr studiert hier in der TU Bergakademie Freibergnanotechnologie auf Diplom.
00:01:25: Das heißt, Ihr beschäftigt euch mit sehr kleinen Teilchen.
00:01:29: Also ich habe eine Zahl gefunden zwischen Eins- und Einhundert Nanometern... Jetzt ist die Frage was ist denn so ein Nanometer?
00:01:37: Könntet ihr das beschreiben?
00:01:38: habt ihr dann einen guten Vergleich?
00:01:39: also Ich könnte ja mal so anfangen Ein Atom hat so die Größe von ... Das heißt, man hat wirklich nur eine Handvollatome, die dann wirklich benutzt werden sozusagen in der Nanotechnologie.
00:01:54: Also ein menschliches Haar ist ungefähr ...
00:02:01: Wir haben auch schon Bilder gehabt im Unterricht oder in einer Vorlesung, wo das ... gezeigt wurde, direkt irgendwelche Strukturen die da gemacht wurden oder ich glaube Kohlenstoff Nano-Röhren waren das im Vergleich zu einem Haar und es sieht schon sehr faszinierend aus weil's doch ein einiges kleiner aussieht.
00:02:19: Ja unvorstellbare Winzigkeiten das faszinhiert einen auch ganz schön
00:02:24: oder?
00:02:25: Hat euch das genau das fassiniert und ihr seid deshalb zu Nano Technologie gekommen?
00:02:29: oder gab es einen anderen Grund?
00:02:31: Das ist schon mit der Hauptgrund In dem Sinne naturwissenschaftlich angehocht und sehr freigestaltet.
00:02:38: Und eben dieses kleine, wie einst unsere Professoren meinte ... Man kann sowohl in die Größe gehen und schauen sozusagen wenn man jetzt weiter raussumt aus dem Universum, wie viele Sachen es da gibt und wie groß unsere Galaxie ist aber es gibt genauso viel zu entdecken hier weiter.
00:02:54: man ransumt sozusagen Da ist auch sehr sehr viel zu Entdecken und zu erforschen.
00:02:59: Ja war das bei dir ähnlich?
00:03:01: Na ja, bei mir war's so.
00:03:02: Ich hab ne Studienfahrt gemacht in der zwölften Klasse nach Freiberg.
00:03:05: Da wurde dann die Uni kurz vorgestellt.
00:03:07: auch der Studiengang Nanotechnologie erwähnt sozusagen ich habe das sofort mit einem Marvel Film verwunden.
00:03:15: Das war Avengers Infinity War.
00:03:16: da hatte Iron Man auch eine Nanotechnologierüstung sich selber zusammengebastelt und das war so der Grund warum mich überhaupt nanotechnologie studieren wollte.
00:03:26: ich fand es einfach faszinierend dass halt hier die Möglichkeit gibt.
00:03:30: Toll, dass man über so Pop-Kultur in die Wissenschaft kommt.
00:03:36: Wo ja das gar nicht ein seltenes Phänomen ist.
00:03:38: Manche Dinge gibt es erst im Film an den Navi bei James Bond aus den Sechzigerjahren mit dem wir heute ganz selbstverständlich durch die Gegend fahren.
00:03:48: Ja, Faszination war ein Thema ... War auch Freiberg so einen Grund, dass ihr gesagt habt, ihr wollt gerne hier studieren und nicht woanders möglicherweise?
00:03:57: Also Freiburg hat auf jeden Fall die Vorteile, dass es so klein und kompakt ist.
00:04:00: Und dann ein bisschen abgeschottet sozusagen von dem Großstadtchaos was das Ganze ganz angenehm macht.
00:04:08: Es wurde aktiv auch damit geworben, dass man eine Nähe zu den Professoren hat und jetzt nach sagen wir fast vier Jahren Studium kann man schon sagen Die Nähe zum Professor ist weiter größer als vermutlich in anderen Universitäten.
00:04:19: also man baut schon sehr schnell Kontakte auf.
00:04:23: Alle sind sehr lieb.
00:04:26: Wenn ich das im Vergleich zu anderen Leuten höre, die z.B.
00:04:28: in Dresden studieren ... Die haben Massigprobleme, in Vorlesung reinzukommen, weil halt zig Hunderte Leute einen Modul oder Fachstudien studieren.
00:04:39: Da hat man keine Probleme, in vorlesungen und Übung zu kommen, in Praktika zu kommen.
00:04:45: Man kann auch im Labor gut arbeiten, da hat man meistens ... Weil eben nicht ganz so viele Leute da sind, die ein ... ich sag jetzt mal behindern könnten oder so.
00:04:54: Also freie Bahn im Labor?
00:04:56: Genau!
00:04:56: Ja also klein sein kann Vorteil sein.
00:04:59: entnimm ich dem her.
00:05:01: Jetzt hab' ich hier mal sowas mitgebracht.
00:05:03: Ein Alltagsprodukt eine Sonnenmilch aus einem bekannten Drogeriemarkt, den es ja auch in Freiberg gibt und ich habe ihn deshalb mitgebracht weil ich bei einer Internetrecherche gefunden hab das dann Nanotechnologie verarbeitet ist.
00:05:18: Ich hab so ein bisschen geguckt.
00:05:19: Wer hätte jetzt aber auch nicht erkannt, ob das wirklich stimmt?
00:05:22: Aber ... ich stell's mal hier auf unseren Tisch.
00:05:26: Was kann Nanotechnologie schon bewirken vielleicht heute schon zu Alltagsprodukten wie dieser Sonnenmilch zum Beispiel?
00:05:35: Das bekannteste von Nanotechnologien sind ja die ganzen Halbleiter-Möglichkeiten, die man hat also die ganze Halbleit der Technologie weil ... Es geht ja hauptsächlich darum, Kondensatoren und Transistoren herzustellen.
00:05:48: Gerade für die ganze Elektronik, die es gibt.
00:05:51: Da gibt's halt die Möglichkeit eben mit Nanotechnologie zu gucken, wie kann man das noch kleiner machen?
00:05:57: Und ... Man kann aber auch in eine kompletten Gegengesetzte Richtung gehen.
00:06:01: In die Biologie zum Beispiel.
00:06:03: Und irgendwelche biologische Sensoren herstellen z.B.
00:06:06: Sensoren um den Diabeteszucker nachzuweisen oder zu kontrollieren, zum Beispiel
00:06:12: Wie muss man sich das vorstellen in diesem Medizinbereich?
00:06:16: Du hast Diabetes angesprochen, Annika.
00:06:18: Wie kann Nanotechnologie da helfen?
00:06:21: Es gibt Sensoren, die man benutzen kann um den Diabeteszucker nachzuweisen.
00:06:27: Man kann auch in der Krebstherapie helfen, indem man mit Nanotechnologiewirkstoffe verkapselt, die bei bestimmten Stimulier freigesetzt werden bzw.
00:06:38: wo dann diese ... diese Verkapslung auseinander fällt und dann der Wirkstoff freigesetzt wird.
00:06:43: Wie eben bei der Krebstherapie, wenn zum Beispiel die Temperatur im Krebsgewebe größer ist als in einer normalen Haut ... Man kann es auch als Kontrastmittel benutzen im MRT.
00:06:54: Es ist wirklich sehr weit gefächert, was man damit machen kann.
00:06:58: Ist das auch so der Bereich, der euch beide interessiert?
00:07:00: Oder seid ihr doch eher die Halbleiter-Kandidatinnen?
00:07:04: Ich sag mal so, Halbleiter ist auch sehr interessant.
00:07:07: Aber persönlich würde ich vermutlich eher in tatsächlich die Medizin gehen einfach weil da auch noch zu viel zu forschen ist.
00:07:13: Weil es gibt genug Krankheiten, die wir noch nicht wirklich komplett vermeiden können oder heilen können und schon allein den Alltagsprodukten ist eine Art Technologie ja wie eben sie gesagt haben in der Sonnencreme.
00:07:24: teilweise wird geforscht an Komplettanwendungsnahen Sachen oder Sachen die jetzt mehr alltäglich sind sozusagen wie Tapete oder Fassaden zum Beispiel Wasser abweisend sind.
00:07:35: Teilweise wurde auch geforscht an selbstkühlenden Fassaden, das aber auf Nanotechnologie-Ebene.
00:07:42: Das ist ein Thema in den heißen Sommern, die wir jetzt vermehrt erleben.
00:07:46: Selbst kühle Fassade wäre ja eine Lösung?
00:07:50: Ja ich glaube es ist noch weitestgehend in der Forschung.
00:07:54: Ich habe letztens einen Paper dazu gelesen und analysieren sollen... war ganz interessant zu sehen, was da geforscht wird.
00:08:02: Ist auch nicht selbst kühlend im Sinne von das G-Zwanzig grad runter aber es gibt schon.
00:08:06: Kühlung dann von vielleicht bis zu drei Grad unter der Normaltemperatur ist trotzdem besser als eine erwärmende Oberfläche sagen wir's mal so.
00:08:15: Ja
00:08:17: ja erlebt man in Wohnungen ohne Klimaanlage tatsächlich mir viel dreigrat ausmachen können.
00:08:23: Die Verbindung zu Natur ist, glaube ich so ein Punkt.
00:08:25: Also es geht nicht nur darum dass man jetzt mit einer Bio-Brille auf die Nanotechnologie blickt sondern ihr holt euch auch die Beispiele aus der Natur.
00:08:36: Ich glaube das gängigste ist der Lotus Effekt.
00:08:38: also man kennt dieses Bild eines Seerosenblatz wo denn so einen Tröpfchen drauf zu schweben scheint.
00:08:47: was können wir von der Natur lernen?
00:08:49: Auch gerade in dem Bereich in dem Ihr unterwegs seid in der Nanotechnik
00:08:53: Sehr, sehr viel.
00:08:55: Das ist schwer einzugrenzen da wirklich überall Tiere existieren bei denen sozusagen geschaut oder auch Pflanzen die spezifische Eigenschaften besitzen die für uns so faszinierend sind, weil sie teilweise noch nicht komplett erforscht sind.
00:09:09: Wie genau das funktioniert?
00:09:11: Aber es natürlich sehr praktisch wäre wenn wir das nachbauen könnten am besten auch auf nachhaltiger organischer Basis, sodass wir das für uns nutzen können um die Welt zu verbessern.
00:09:21: und ich sag mal so die Erfindung der Natur als Beispiel dass es funktioniert ist sehr interessant.
00:09:28: Ja, da gibt's den Gekko oder?
00:09:30: Der so die Wand hochläuft ... So richtig wissen wir nicht, wie er das macht.
00:09:35: Im zweiten Semester hatten wir das Modul-Einführung in die Nanotechnologie wo dann wirklich ein grober Überblick gegeben wurde was man damit alles machen kann und auch gerade der Gekco war ein Thema und der Lotus Effekt beim Gekku ist es so dass der halt sehr wenzige Lamellen hat an seinen Füßen Und die können halt besser an zum Beispiel Glasoberflächen haften, wodurch er dann diese hochklettern kann.
00:09:57: Letztes Jahr hatten wir ein Modul, das nennt sich Bionic.
00:10:00: da haben wir wirklich genau drauf geachtet was man von der Natur lernen kann und wie man es am besten umsitzen kann.
00:10:07: Es muss jetzt nicht mal Nanotechnologie sein sondern generell in der Technologie Oder
00:10:10: auch der Sensorik Vor allem auch der sensorik da uns auch die menschlichen Sinne angeschaut.
00:10:16: und ich sage mal so, wenn man jetzt das menschliche Augebeistelle mit Kameras vergleicht sind die Kameras trotzdem noch weit weg von dem was ein menschliches Auge sozusagen einfangen kann.
00:10:25: Also in der Forschung ist es sehr viel Platz nach oben.
00:10:29: Nun ist ja diese Kleinheit dieses Kleinsein also diese kleinen Strukturen das bedeutet Stoffe aus der Nanotechnologie, mit denen wir uns da beschäftigen, dringt auch ins Fern ein.
00:10:42: Wo Stoffen normalerweise nicht eindringen und das ist so ein Kritikpunkt.
00:10:45: also beeinflussen möglicherweise diese Partikel außer die wenn er nanotechnologien nutzen die menschliche gesundheit.
00:10:55: Seht ihr da auch Risiken dieser technologie?
00:10:58: Ich glaube, das wurde uns einmal ganz am Anfang in Vorlesungen gesagt.
00:11:02: Dass die Angst auf jeden Fall da ist.
00:11:05: aber jetzt persönlich habe ich keine Angst vor der Nanotechnologie und auch keine Angst mehr gespürt bei der weiteren Forschung bei der nanotechnologie.
00:11:14: wenn man jetzt von ich muss aufpassen mit giftigen Chemikalien umzugehen naja redet weil die meisten forschungen die in der Technologie betrieben werden sind schon so dass sozusagen die Person Ahnung haben von dem, was sie machen mit einem konkreten Ziel.
00:11:30: Und deswegen ist eben auch vor allem in der Medizin dauert es ewig bis Sachen sozusagen überhaupt an den Menschen ran gelassen werden oder getestet werden können an Menschen.
00:11:41: oft werden ja mal noch Tierversuche durchgeführt wird versucht weniger zu machen aber manchmal kommt man nicht drum herum.
00:11:47: aber vor allem jetzt auch in sage ich mal Zahnmedizin, da hatten wir eine Vorlesung über biomedizinische Werkstoffe bzw.
00:11:54: bio- medizinische Materialien und wie man die anwenden kann und wie sie über Jahre verbessert hat.
00:11:59: Und auch da.
00:12:00: es wird unglaublich viel getestet bevor überhaupt etwas angewendet werden kann auf den Menschen und bevor irgendwas gefährlich werden kann.
00:12:07: Natürlich werden auch von bereits bestehenden Produkten Tests durchgeführt ob in Ordnung sind und ob die den Standards entsprechen.
00:12:15: Es gibt viele Sachen, die aus dem Nachhinein herausgefunden werden.
00:12:17: Aber prinzipiell sind schon sehr hohe Sicherheitsstandards.
00:12:21: Wie siehst du das?
00:12:22: Ich sehe es ähnlich wie Caro.
00:12:24: Natürlich gibt's auch Stoffe, die natürlich ... Schlecht für den Menschen sind wie z.B.
00:12:30: Schwermetalle, die man verwenden kann für Nanotechnologie.
00:12:33: Es wird auch daran geforscht, dass man grünere Alternativen hat, die nicht schädlich für den Körper sind oder in der Natur angewendet werden können ohne der Natur zu schaden.
00:12:44: Es gibt beide Möglichkeiten daran zu forschen aber ich seh da kein großes Risiko vor allen Dingen wenn man sowieso schon an grüneren Alternatven forscht.
00:12:52: Das ist gerade mit einer der Hauptpunkte ... Verbesserung von bereits bestehender Technik.
00:12:58: Nicht nur im Hinblick auf die Verbesserungen der Technik selbst, wie wir schon gesagt haben dass das immer kleiner wird sondern auch die Nachhaltigkeit, die jetzt mehr im Vordergrund steht.
00:13:06: vor allem hier an der Universität ist die Forschung auf der Nachhaltigkeitsbasis sehr hoch.
00:13:12: also es ist eines der ersten Fragen die man stellt wenn man irgendeinen Sensor-Design oder irgendein Forschungsthema hat Wie nachhaltig ist das Thema?
00:13:20: Das heißt es ist ein Thema in der Nanotechnologie.
00:13:22: Definitiv!
00:13:25: Stichwort Japan.
00:13:29: Also ihr habt Kontakte zur Universität Tokio und Annika, du willst noch nach Japan?
00:13:35: Und Karo, du warst schon dort.
00:13:37: was hast du da gemacht an der Universität Tokyo?
00:13:40: Ich habe erst mal mich dort an die Situation gewöhnt.
00:13:44: Der Kontakt ging über unsere Professorinnen hier in der Universität und ich habe dort dann die Möglichkeit gehabt, in einem Labor zu arbeiten.
00:13:52: Es war das Research Institute for Advanced Science and Technology und da habe ich geforscht an einem Sensor spezifisch, der versucht hat... beispielsweise in Trinkwasser zu messen und sozusagen anzuzeigen, wenn die Grenz überschritten ist.
00:14:10: Dass es gefährlich werden könnte für Menschen.
00:14:12: Die ist zwar sehr gering aber es ist trotzdem gut herauszufinden ob es giftig ist, weil Quake Silber ist schon... ist schon ein sehr giftiges Material.
00:14:21: Man braucht nicht viel davon, bis es gefährlich wird oder?
00:14:24: Auf jeden Fall beschäftigt sich dort.
00:14:26: das Institut hat sich stark mit Sensoren beschäftigt vor allem auch stark mit unterschiedlichen Arten von Transistoren.
00:14:32: gibt da aber auch jetzt ein paar Studenten oder Doktoranden die sich beschäftigen mit Drug Delivery und Wirkstofftransport im Deutschen Kultivierung von verschiedenen Genen, das ist glaube ich auch das Erbe.
00:14:47: Wo Annika dann mal reinschauen wird wie das ist?
00:14:50: Es ist auf jeden Fall interessant gewesen dort im Labor zu arbeiten.
00:14:54: Ich freue mich auf jeden fall hier auch auf meiner Laborerfahrung weil ich habe davor immer nur in kurzen Praktikarys hier in Freiburg gesehen wie die Laborarbeit abläuft.
00:15:03: aber wirklich selber was geforscht hatte ich davon nicht.
00:15:05: also bin ich gespannt die Unterschiede zu sehen von den Ländern und der Technik und sozusagen wie weit es geht Wie stark die Unterschiede sind in den Forschungsstandards und wie geforscht wird im Labor.
00:15:19: Es war auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich gerne mitgenommen habe.
00:15:22: Und auch so kulturell?
00:15:23: Also hattest du... Ich meine es ist ein anderer Kontinent das eigentlich das andere Ende der Erde.
00:15:28: sozusagen von unserer Perspektive aus Bist du da schnell reingekommen oder hat es gebraucht?
00:15:34: Ich hatte nicht so unglaublich viel Zeit, weil wenn man nach Japan möchte für ein Auslandsemester ist die Beantragung des Visums sehr knapp bemessen.
00:15:42: Weil man braucht einen Zertifikat um dort einreisen zu können und diese Zertifikat darf maximal drei Monate bevor man fliegt beantragt werden und braucht dann aber zweieinhalb Monate bis das fertig ist heißt ich bin den Tag bevor ich geflogen bin noch in Berlin gewesen und habe mein Visum abgeholt Aber dann hat alles tatsächlich gut funktioniert.
00:16:02: Ich habe dann aber auch relativ schnell angefangen mit zu arbeiten dort und ich hatte schon am Anfang ein bisschen Bammel, aber im Endeffekt lief es echt gut!
00:16:10: Ich hab mich sehr schnell eingegliedert.
00:16:12: die Menschen dort sind unglaublich freundlich zu mir gewesen haben mir direkt Hilfe angeboten.
00:16:18: Auch die Doktoren bei der ich gearbeitet habe Immer gefragt, ob ich Hilfe brauche und mir immer angeboten bin was ist.
00:16:24: Ich war auch zweimal krank dort und wurde teilweise gefragt ob mich jemand nach Hause bringen soll oder mitkommen soll zum Arzt.
00:16:31: Auch die Menschen, die ich jetzt nicht bei der Arbeit gesehen habe sondern die Menschen auf der Straße waren auch größtenteils unglaublich freundlich.
00:16:39: das Sicherheitspersonal ist direkt zur Stelle wenn irgendwas ist Und ich sage mal so man sagt es ist auf der anderen Seite der Welt und es ist etwas komplett anderes aber man gewöhnt sich daran.
00:16:50: Es sind trotzdem Menschen, die genauso ihr Leben fühlen wie hier.
00:16:55: Man merkt natürlich die Unterschiede aber es ist vom Erlebnis her ... Vertrauter, als man erwartet und vertraute.
00:17:04: Hat es die Chancen, einen japanischen Kurs zu machen?
00:17:07: Oder bist du auch mit Englisch sehr gut weitergekommen?
00:17:12: Mit englisch?
00:17:13: prinzipiell bin ich weitergekommen, obwohl Englische nicht so verbreitet ist.
00:17:18: Aber in der Universität waren sowieso in dem Labor, wo ich war, viele internationale Studenten.
00:17:23: Die haben sehr gut englische gesprochen.
00:17:24: Selbst die, die kein Englisches haben ... Ich hab einige Maschinen, die ich bedient habe.
00:17:31: Apparate habe ich erklärt bekommen, wie die funktionieren von Japanerinnen.
00:17:36: Die nur japanisch gesprochen haben und ich hab sehr gut verstanden was gemeint war auch wenn nicht die Sprache nicht konnte.
00:17:43: also Das Verständnis ist definitiv möglich.
00:17:46: Ich würde vermutlich etwas besser zurechtkommen, wenn ich mehr japanisch gekonnt hätte.
00:17:50: Ich habe vorher versucht mir selbst japanische anzueignen.
00:17:53: Das hat nicht ganz so gut funktioniert, weil ich noch ein bisschen im Stress war und ich wusste ob alles klappt, weil alles in der Schwäbe stand durch das Problem mit dem Visum.
00:18:01: Und weil ich vorhin auch eine andere Universität angefragt hatte die aber abgelehnt hat, weil sie keine Studenten ohne Abschluss annehmen dürfen.
00:18:08: D.h.,
00:18:09: ich hab sozusagen nicht die Möglichkeit gehabt Japanisch vorher zu lernen.
00:18:14: gerne noch mal mich mehr in der Sprache vertiefen.
00:18:16: Was ich herausgefunden habe, dann im Nachhinein von Annika ist das ab jetzt japanisch als Grundkurs hier an der Uni angeboten wird, kam natürlich das Semester während ich gerade weg.
00:18:26: warme dazu heißt.
00:18:27: da hatte ich leider keine Chance das zu lernen und hätte mir einen Kurs außerhalb von Freiberg gesuchen müssen oder außerhalb vom Universität.
00:18:33: jedenfalls wenn ich es schaffe versuche den kurs noch zu machen.
00:18:37: Anika macht ihn jetzt das wird bestimmt helfen für ihr.
00:18:39: aber
00:18:40: Das heißt, du bist jetzt grad bei mir japanisch lernen?
00:18:41: Ich
00:18:41: bin grade beim Japanisch lernen.
00:18:44: Der Kurs wird auch von einer Japanerin gemacht und ich find das eigentlich wirklich sehr gut.
00:18:50: Ich muss dazu sagen, ich hab vorher schon angefangen, japanische zu lernen,
00:18:53: d.h.,
00:18:54: für mich kommt zwar auch einige Dinge neu vor dort in der Übung oder generell halt in der Vorlesung
00:19:01: aber
00:19:02: den Großteil kannte ich schon, aber ich finds trotzdem super
00:19:04: v.a.,
00:19:05: weil man dann einen anerkannten Abschluss hat ... in Japanisch.
00:19:10: Es ist zwar, ich sag jetzt mal nur A eins nachgewiesen aber ich finde das es trotzdem schon mal nicht schlecht nachgewiesen zu haben dass man ein bisschen japanisch reden kann.
00:19:18: Allein auch schon das Schriftsystem?
00:19:20: Das ist auch ein bisschen aufwendig zu lernen.
00:19:23: also es gibt ja drei schriftsysteme einmal Hiragana und Katakana die basieren eigentlich nur auf silben das heißt die kann man relativ einfach auswendig lernen.
00:19:32: dann gibts noch kanji.
00:19:36: Die Japaner können auch nicht alle kanji, sagen wir das mal so.
00:19:38: Ich glaub die können nur die bekanntesten tausend oder so und danach wird's für dir auch schwierig?
00:19:43: Ich glaub ein großer gibt es um die fünfzigtausend.
00:19:45: also wenn ich das jetzt richtig im Kopf hab da bin ich mir nicht ganz sicher aber Es gibt schon sehr viele und die Japaner selbst kann definitiv auch nicht aller.
00:19:53: Und was jetzt beispielsweise an Zeichen ist Zeichen, die stehen nur in japanischen Schriftzeichen.
00:19:59: Vor allem wenn man etwas raus aus Tokio kommt – ich war ja jetzt direkt in Tokio da ist vieles noch übersetzt teilweise auf Englisch, teilweise wenigstens in unser Schriftsystem so dass man die Eigennamen lesen kann und verstehen kann.
00:20:11: Und irgendwann hat man die bekanntesten Städtennamen, Straßennamen zu denen man geht dann auch.
00:20:16: Kanjis muss sich mal fragen zum Verständnis sind das die Schriftzeichnen, die eigentlich ursprünglich aus China gekommen
00:20:23: sind?
00:20:23: Genau!
00:20:24: Was ist dein Projekt, Anika?
00:20:26: Wenn du demnächst an der Universität in Tokio arbeiten wirst.
00:20:29: Also
00:20:30: so genau weiß ich's noch nicht!
00:20:32: Ich hatte jetzt die letzten Tage mit der Doktorin dort geredet und meiner möglichen Betreuerin.
00:20:42: Die beiden fanden es in Ordnung, wenn ich an diesen Zellkulturen eben forsche und mit Drug Delivery also halt Wirkstoff-Reigabe.
00:20:50: Aber was genau ich machen werde, das weiß ich noch nicht so genau.
00:20:53: Also ... Ich hab ja auch noch bis zum ... Am vierundzwanzigsten September fliege ich erst also bis dahin habe ich auch noch Zeit mich um ein genaues Thema zu kümmern aber es wird in die Richtung Zellkultivierung gehen.
00:21:06: Wo soll's beruflich bräuchchen gehen?
00:21:08: Also... Ich muss dazu sagen, ich hab mir doch nicht so viele Gedanken gemacht, dazu ehrlich zu sein.
00:21:14: Ich spiele mit den Gedanken zu promovieren, aber ... Ich würde mir da erst vielleicht in Tokio dann Gedanken machen oder kurz nach Tokio, während ich die Diplomarbeit schreibe.
00:21:25: Also ich könnte auch theoretisch ohne promovieren eine Uni gehen und dort forschen.
00:21:31: aber wie gesagt also bei mir bin mir noch nicht so ganz sicher was ich danach mache.
00:21:36: Hast du eine Idee, Caro?
00:21:37: Ja.
00:21:37: Bei mir sieht es ähnlich aus tatsächlich.
00:21:39: also ich habe immer mal mit ein paar Gedanken überlegt wo's denn hingehen könnte entweder vom Ort her.
00:21:44: Ich hab auch überlegt nochmal ins Ausland zu gehen weil die Erfahrungen würde ich auf jeden Fall jedem weiter empfehlen auch gerne wieder machen vielleicht nicht für immer aber vielleicht noch einmal Irgendwann, irgendwann anders hin.
00:21:54: Mir wurde auch in Japan direkt angeboten ob ich nicht doch noch ein Master dort machen möchte.
00:21:59: aber naja wenn ich ein Diplom habe hab' ich ja im Grunde schon ein Master von dem Niveau her.
00:22:04: Aber in Japan ist das Diplomen sozusagen nicht existent.
00:22:07: Es ist nicht bekannt also wussten die nicht genau was ich mache.
00:22:12: Aber was jetzt?
00:22:13: Ob ich jetzt einen Doktor mache oder direkt dann in eine Firma gehe oder in den Uni einfach so forsche da bin ich mir noch nicht ganz sicher.
00:22:22: Also noch alles offen.
00:22:23: Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg, die hier eine gute Zeit in Japan... Danke!
00:22:27: ...die hier wieder in Freiburg, Karo.
00:22:30: Ja vielen Dank, dass ihr da wart.
00:22:32: Gerne.
00:22:35: Lust bekommen auf die Welt der Nanotechnologie?
00:22:37: Infos zum Studiengang
00:22:38: an der TU Berg Akademie Freiberg findet ihr im Text zur Podcastfolge.
00:22:43: Und wenn ihr ein Freibergs
00:22:44: Studiert
00:22:45: und
00:22:45: über euer
00:22:45: Studium, euer soziales Engagement in der Uni oder einen horizontal erweitenden Auslandsaufenthalt erzählen wollt, meldet euch!
00:22:53: Presse.ru-freiberg.de ist die Adresse.
00:22:56: Mein Name ist Doris Wirt und ich freue mich auf eure Mails.
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