Von Hochleistungswerkstoffen und Bergparaden - die Freiberger Metallurgiestudenten

Transkript anzeigen

00:00:01: Kleine Familie, ich

00:00:02: war nicht an so eine allzu große Uni.

00:00:04: Dass man überall hinkommt mit Fahrrad und zu Fuß.

00:00:08: Das ist eine

00:00:08: schöne kleine Stadt.

00:00:10: Auch weil es relativ günstig ist.

00:00:12: Sehr gut ausgerüstet und angenehm einfach.

00:00:14: Viele praktische Erfahrungen hier gesammelt werden.

00:00:16: Weil's

00:00:17: mir sehr guten Betreuungsschlüsse gibt?

00:00:18: Ich bin mit den meisten von meinen Professoren jetzt im Masterstudium

00:00:21: per Du.

00:00:21: Ich

00:00:22: finde das gibt einem ein bisschen Spielraum für persönliche Belange.

00:00:25: Und weil mir das Freiberger Bock dir so gut geschmeckt

00:00:28: hat Studieren in Freiberg, Freibergg mit E. Willkommen zu Freiburg mit E dem Studipodcast der TU Bergakademie Freibergh.

00:00:39: und da gehen wir in schnellen Schritten zurück in die Vergangenheit.

00:00:42: mal so locker zehntausend Jahre – und wir gucken in die Zukunft!

00:00:46: Es geht um Metrologie eine ja tausendealte Kulturtechnik ohne die auch heute gar nichts geht.

00:00:52: Kein Auto, kein Kugelschreiber, keine Weltraumtechnologie ohne Metallorgeninnen.

00:00:58: Zu Gast bei Freiberg mit E sind Joshua Wilhelm und Janus Scharshmit.

00:01:02: Sie studieren – nein, nicht Metallurgie!

00:01:05: Das Fach heißt heute anders Materialwissenschaften und Werkstofftechnologie.

00:01:10: Dass dieses moderne Fach aber immer noch was mit der Metrologie zu tun hat, das zeigt nicht zuletzt der Verein in dem Janus und Joshua aktiv sind, nämlich der Metalogiestudenten eV.

00:01:21: Die beiden erzählen außerdem, was sie sonst noch so tun wenn Sie mal nicht studieren auf Bergparaden mitmischen zum Beispiel.

00:01:28: Viel Spaß bei Freiberg mit E. Ja willkommen Janus Scharshmit und Joshua Wilhelm beim Podcast Freibergen mit E. ihr studiert Metallurgie hier an der Uni an der TU Berge Akademie Freibergg.

00:01:41: Und da reden wir über eine Kulturtechnik.

00:01:43: die ist neuer zehn tausend Jahre alt oder?

00:01:46: Liege ich richtig?

00:01:47: Joa das kommt hin.

00:01:49: Ja, so viel mal Daumen.

00:01:50: So acht Tausend vor Christus ging es los mit der Metrologie.

00:01:53: Aber es ist

00:01:54: trotzdemfach was euch fasziniert hat.

00:01:57: Warum?

00:01:58: Zum einen weil's für unsere Gesellschaft absolut notwendig ist und schon immer war.

00:02:02: Das sieht man ja auch schon am Alter das nie irrelevant wurde.

00:02:06: Und einfach auch dass es eine Industrie mittlerweile ist die hochmodern ist Die wissenschaftliche Arbeit braucht, die viel Forschung braucht um neue Werkstoffe hervorzubringen unsere Gesellschaft einfach benötigt und auch unseren Wohlstand irgendwo sichert.

00:02:22: War das bei dir ähnlich, Janusz?

00:02:24: Natürlich ist der wirtschaftliche Aspekt sehr wichtig in der Stahlindustrie.

00:02:28: aber speziell für die Metrologie habe ich mich eben entschieden weil die Stahlerzeugung eine unglaubliche Naturgewalt ist.

00:02:37: also wer schon mal in einem Stahlwerk war und die Chance hatte ein Konverter zu sehen oder einen Hochofen zu sehen er wird mir zustimmen können dass die Stahlerzeugungen Ein wahnsinnig spannender Bereich ist mit viel Feuer und hohen Temperaturen.

00:02:53: Existenziell, weil in den Hochrufen reinfallen willst du da nicht?

00:02:56: Das ist schon grenzwertig.

00:02:58: dran vorbeizugehen ja geht auch so an die Grenzen des Menschseins.

00:03:02: oder

00:03:02: ein guter Ansatz?

00:03:03: Ja also man ist zumindest sich der Gefahr immer bewusst.

00:03:09: das ist auch das Schöne im Stahlwerk dass dort jeder miteinander sozusagen arbeitet und sage ich mal Konflikte weniger eine Rolle spielen, weil wie jeder um die Gefahren weiß.

00:03:21: Man muss auch sagen im Stahlwerk der Klassiker ist eigentlich immer noch ausrutschen, stolpern, hinfallen an Unfällen.

00:03:28: Die Unfälle mit Flüssigphase sind natürlich die Schwerwiegensten.

00:03:33: aber gerade weil das eben so ist, sind alle sich der Gefahr bewusst und arbeiten da wirklich in dem Sinn vorsichtig.

00:03:40: Es mir unter Tage aufgefallen ist ja auch ein anderer Bereich den es schon lange als Wirtschaftsbereich gibt Bergbau.

00:03:47: Der hängt ja auch mit euch zusammen in der Metallurgie.

00:03:49: Also ihr verarbeitet das, was die Bergleute aus dem Berg holen?

00:03:52: Kann man das so sagen?

00:03:53: Auf jeden Fall!

00:03:55: Man merkt auch immer, dass die enge Verbundenheit gerade bei der Bergparade jetzt zum Beispiel, bei der wir ein Teil sein dürfen mittlerweile im Freiberg, man merkt es auch z.B.

00:04:04: schon an der traditionellen Kleidung, die die Bergleute haben ihren Bergkittel und wir haben den Hüttenkittel, die sich ja jetzt abgesehen von der Farbe doch recht ähnlich sind.

00:04:11: Beide sind einfach extrem eng miteinander verbunden Und ich glaube, man schätzt sich auch gegenseitig.

00:04:17: Über die Backparade können wir gleich noch mal sprechen.

00:04:19: Vielleicht ist ja nochmal so ein Punkt ... Ich glaub, wir beide hatten im Vorgespräch drüber geredet.

00:04:23: Janus, Metallurgie begegnet einem überall im Alltag.

00:04:27: Man merkt es bloß gar nicht immer unbedingt, ne?

00:04:29: Sovielen Alltagsgegenstände.

00:04:30: also das

00:04:31: ... Wir

00:04:31: können ohne Metallurgien nicht sein oder?

00:04:34: Nein auf jeden Fall nicht!

00:04:35: Jede Industriegesellschaft braucht die Metallurgi besonders natürlich auch ähm die Weiterverarbeitung von Nicht-Eisenmeteilen und auch von Stahl.

00:04:45: Wenn man um sich herum guckt, egal wo man jetzt diesen Podcast hört – man sieht Gegenstände aus Stahl um sich herum.

00:04:52: Und deshalb werden wir auch Stahl in Zukunft brauchen weil es wird immer neue Produkte geben.

00:04:58: alte Kaputte werden leider verschleißen das ist nur mal so.

00:05:02: Da gehört Stahl einfach in jeden Raum.

00:05:05: Und jetzt fällt mir auch noch eine nachhaltige Fertigung, kommt ja noch dazu.

00:05:09: Das ist ja auch so ein Zukunftsthema.

00:05:12: also wir reden ganz viel über Decarbonisierung von Industriezweigen.

00:05:17: inwiefern betrifft das auch die Metrologie?

00:05:19: Ja, die Metologie und im Speziellen Stahltechnologie sind einer der größten CO-Emitenten und deshalb liegt dort eben auch ein sehr großes Potenzial für die CO-Reduktion.

00:05:32: Also wenn wir es schaffen annähernd klimaneutrale Stahlerzeugung wirtschaftlich hinzubekommen, dann bekommen wir das auch hin, dass wir viel weniger CO-Zwei ausstoßen.

00:05:46: Er studiert dieses Fach in Freiberg und so viele Orte in Deutschland gibt es doch gar nicht wo man Metrologie studieren kann.

00:05:52: Warum habt ihr euch für Freibergg entschieden?

00:05:55: Ganz simple und einfach ich komme aus

00:05:58: einem

00:05:58: Dorf und mir ist immer diese Nähe zu den Personen, die das familiäres Umfeld enge gute Freundschaften, gute Kontakte auch dann in der Freizeit.

00:06:06: Das war mir immer wichtig und in Aachen eine Universität dieser Größe da habe ich mich schwer getan mit dem Gedanken dort Anschluss zu finden.

00:06:15: Ich hatte überlegt zwischen Dresden und Freiberg und man muss sagen dieses Werkstoffthema wird in Freibergg sehr groß geschrieben.

00:06:24: Allein in unserem Studienfach gibt es sechs Vertiefungsrichtungen, wo man sich quasi nochmal eine Nische raussuchen kann um dort Experte zu werden.

00:06:34: Und das war einer der Hauptgründe warum ich Freiburg gewählt habe.

00:06:38: Also auch die Möglichkeit ganz viele Richtung zu gehen?

00:06:41: Genau so ist das.

00:06:43: Über Tradition haben wir geredet und auch über die Bergparade.

00:06:46: Manchmal ist man bei den Traditionen ja auch ganz neu dabei.

00:06:48: Ihr wart das erste Mal auf der Freiberger Bergparade.

00:06:53: Das ist ein historischer Umzug oder einen traditioneller Umzug, anlässlich des Bergstadtfestes also auch ein großes Ereignis hier in der Stadt.

00:07:03: Was ist daran so besonders?

00:07:04: und seid ihr dieses Jahr wieder mit dabei?

00:07:06: Ja natürlich sind wir auch dieses Jahr mit dabei sowohl im Sommer als auch im Winter.

00:07:11: Besonders finde ich daran einfach diese Traditionspflege zu zeigen wie es früher mal war wo diese Region herkommt, auf was diese Region aufgebaut ist.

00:07:21: Das gilt sowohl für die Montanregionen hier im Erzgebirge als auch jetzt zum Beispiel für NRW, für den Rohrpots oder für Saarlande.

00:07:28: Die klassischen Orte in Deutschland, in denen heute Stahlwerke stehen und früher bergbar betrieben wurde.

00:07:32: Auch da sieht man wieder diese enge Verbindung.

00:07:35: Ihr seid daneben aber auch sehr aktiv?

00:07:38: Ihr habt den Verein der Metalogiestudenten ... Aber es gibt auch die Eisenschweine!

00:07:41: Das sind eure Laufgruppe, habe ich gelernt.

00:07:44: soziales Miteinander ist wichtig für euch.

00:07:47: Wieso?

00:07:47: Weil es viel schöner ist, zusammen zu studieren und zusammenzuarbeiten aber auch zusammen seine Freizeit zu verbringen.

00:07:56: Und bei uns am Institut für Eisen- und Stalltechnologie wird eben dieser Aspekt des Studiums ganz groß geschrieben.

00:08:04: also wir treffen uns jede Woche auch in der Freizeitung verbringen dort einen gemeinsamen Abend oder organisieren feiern.

00:08:12: feste haben wir eben auch eine gute Verbindung aufzubauen und das fördert natürlich den Austausch untereinander, den Austauch zu internationalen Studierenden und Promovierenden am Institut.

00:08:26: Aber vor allen Dingen lässt es die Arbeit mit viel Spaß erledigen.

00:08:30: Das bringt eine unglaubliche Freude zusammen mit Freunden zu arbeiten.

00:08:34: Seitdem der Verein der Metrologiestudenten... Wir haben ja eine explizit männliche Form.

00:08:41: Wie ist das?

00:08:42: mit dem Männerüberschuss in eurem Studienfach.

00:08:44: Das haben wir ja in vielen Mintfächern, dass die vor allem von männlichen Studierenden frequentiert werden.

00:08:49: Wie ist das bei euch?

00:08:51: Das ist auch bei uns noch der Fall leider.

00:08:53: Das darf sich gerne ändern.

00:08:56: Man muss auch sagen es wird ja was dafür getan.

00:08:58: man sieht ja auch die Universität tut etwas dafür.

00:09:01: wir tun was dafür

00:09:02: aber

00:09:03: da hat noch nicht so richtig angesprochen bis jetzt.

00:09:05: also das darf ich gerne noch ändern

00:09:08: Ich würde es nicht ganz so schwarz malen, also natürlich haben wir auch Frauen in unserem Studiengang auch speziell in der Stahltechnologie.

00:09:16: In unserem Studiengang die quasi überlebt haben und bis heute noch an der Uni sind, da sind wir ungefähr zwei Fünftel an Frauen.

00:09:25: Besonders hervorheben kann ich natürlich auch unsere Professoren für Eisen- und Stahl Technologie Frau Professor Wolkoa, die sich ja schon in einer Vorgängerration als Frau etabliert hat und eben auch Karriere gemacht hat.

00:09:38: Auch wenn es eine sehr traditionelle Industrie ist, zeigen solche Beispiele dass das möglich ist und dass das ja sehr gut möglich ist.

00:09:45: Ja uns jetzt auch Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften geworden kürzlich.

00:09:52: Karriere hast du

00:09:52: gerade angesprochen

00:09:54: wo geht's für euch hin nach

00:09:55: der Uni?

00:09:56: Da bin ich mir noch sehr unschlüssig.

00:09:57: also als ich angefangen habe hab ich gesagt nach dem Diplom ist Schluss dann geht's in die Industrie.

00:10:03: mittlerweile muss ich sagen wenn man noch eine Promotion anschließen möchte.

00:10:08: Mal schauen, wie dann die Gegebenheiten sind und wie die Bedingungen sind oder eine Industriepromotion.

00:10:14: Das war mir vorher auch als ich angefangen habe noch quasi gar nicht bewusst, dass es das so viel gibt und dass das so gut möglich ist und machbar ist.

00:10:22: Also da lasse ich mir alle Wege offen.

00:10:25: In welchem Semester bist du?

00:10:26: Jetzt aktuell im Sechsten!

00:10:28: Da ist noch ein bisschen Zeit aber erfahrungsgemäß, es vergeht schnell.

00:10:33: Also ich habe noch nicht so ganz realisiert, dass ich jetzt schon fast drei Jahre hier bin.

00:10:35: Das muss man auch dazusagen!

00:10:38: Bei mir geht es langsam in die heiße Phase.

00:10:39: also ich habe vor zwei Wochen mit meiner Diplomarbeit angefangen und schreibe die am Institut Und bin gerade sage ich mal in der Findungsphase was ich denn später machen will.

00:10:50: Ich hab mir bisher alle Optionen offen gelassen aber ich schau mir vieles an.

00:10:54: Wir waren vor zwei wochen auf Exkursionen im schönen Saarland.

00:10:58: Wir haben dort Stahlwerke besichtigt und das ist eben auch eine gute Gelegenheit, so Kontakte für später zu knüpfen.

00:11:04: Ich danke dir Janus!

00:11:05: Danke Joshua!

00:11:07: Und bis bald alles Gute!

00:11:08: Danke dass wir vorbeikommen durften!

00:11:09: Sehr

00:11:27: gerne!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.